Das Putzritzbild

Aus dem Jahre 1236 stammt das am Ostgiebel des Kirchleins in den feuchten Putz geritzte und später mit Naturfarben vervollständigte Putzritzbild. Es stellt das bedeutendste Kunstwerk der geistlichen Stätte der romanischen Klosterkirche dar, das heute zu den kostbarsten Stücken des sächsischen Kulturerbes gezählt wird. Zudem stellt es das wohl älteste und wertvollste Kunstwerk des Westerzgebirges dar.

In der Mitte des Bildes ist die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm zu sehen. Links von ihr ist ein geistlicher Würdenträger im Ornat mit Bischofsmütze und Krummstab, vermutlich der heilige Nicolaus als Schutzpatron der Fischer, Schiffer und Brücken und rechts wahrscheinlich Kaiser Friedrich Barbarossa mit Reichsapfel und Palmzweig als Zeichen der Kreuzfahrer zu sehen.

Die Unterschrift der Darstellung könnte lauten: "Martin(us) me fecit", zu deutsch "Martin hat mich gemacht".

Das großartige Kunstwerk ist gegewärtig als Leihgabe im Kloster Altzella bei Nossen zu sehen. Es ist vorgesehen, das Putzritzbild nach Abschluss der wesentlichsten Sanierungsmaßnahmen innerhalb der näöchsten 5 Jahre wieder nach Aue zurückzuführen und im Innenraum der Klösterlein-Kirche anzubringen.





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